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Wieso schreiben wir einen Blog?

16Mai2013

Liebe Familie, Freunde und Bekannte,

hiermit seid ihr angesprochen. Denn so sehr wir euch alle auch mögen, wir können leider nicht täglich mit jedem einzelnen von euch in Kontakt stehen und euch alles immer und immer wieder im Detail erzählen. Dazu wird einfach keine Zeit sein.

Deshalb raffen wir euch hier alle mal zusammen und schmeißen euch in diesen Blog, wo ihr euch alle fröhlich tummeln und unsere Abenteuer mit vielen bunten Fotos ausgeschmückt mitverfolgen könnt :D

Und das war's auch schon. So einfach ist das ;)

A long way to go

24Mai2013

Irgendwie haben wir uns das leichter vorgestellt. Dass so ein Auslandsjahr viel Arbeit bedeuten würde, das war uns schon klar. Aber irgendwie haben wir so langsam das Gefühl, dass es nicht wirklich vorwärts geht.

Alles fing an mit der Idee durch die USA zu touren. Nach ein wenig überlegen, war es uns (ja okay, eigentlich war Chrissi der Angsthase von uns :)) doch ein bisschen zu gewagt, einfach alleine in so einem großen Land, kilometerweit von zu Hause entfernt, durchzustarten. Schnell kamen wir auf die Idee, erst einmal mit England anzufangen und danach, sollten es die Zeit, die Lust und der Geldbeutel zulassen, noch durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen.

So weit, so gut.

Das Internet wurde durchstöbert, Bekannte befragt und plötzlich landeten wir auf einer Website, die es uns ermöglichte, mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten und für sie zu arbeiten. Fünf Tage die Woche mit je fünf Stunden Arbeit in den verschiendensten Bereichen: Kinderbetreuung, Aushelfen im Bed & Breakfast oder Aushelfen in Farm- und Landarbeit. Als Gegenleistung folgen eine Unterkunft, ein Platz zum Schlafen, und etwas zu essen. Es bliebe sogar noch Zeit in Aushilfsjobs ein wenig Geld zu verdienen, um die weitere Reise zu finanzieren.

Also starteten wir auch gleich in euphorische Vorfreude und Planungslust, auch wenn die Schule uns immer mal wieder ein wenig ausbremste.

Plötzlich, der erste Schlag. Kein working-holiday Visum für die USA, was es uns erlauben würde, dort auch zu arbeiten und Geld zu verdienen. Nächste Idee: Kanada. Hier gibt es zwar das erwähnte Visum, allerdings nur in sehr begrenzter Zahl. Als wir dies erfahren, war es auch hier zu spät; alle Visa weg.

Trotzdem ließen wir uns nicht unterkriegen, zogen unsere komplette Planung einfach nach England und den Rest Großbritanniens; hier braucht man wenigstens als EU-Bürger kein Visum.

Unzählige Mails in stundenlanger Arbeit wurden verfasst und versendet, aber irgendwie scheint es so, als hätten die Engländer nicht gerade auf uns gewartet. Viele antworten gar nicht, andere wollen oder können nicht zwei Personen aufnehmen und andere begründen einfach gar nichts.

Langsam nimmt der Frust ein wenig zu und die Frage kommt auf, ob uns in England einfach keiner aufnehmen will, sei es, dass wir zu jung sind oder warum auch immer.

Was machen wir eigentlich falsch? :(

Trotzdem, oder gerade deswegen, werden wir ganz bestimmt nicht aufgeben. Unser Traum vom Auslandsjahr wird ganz bestimmt nicht so enden!

Kein Weg zurück

14Juni2013

It's done!

Endlich ist der Flug gebucht, genauso wie die erste Unterkunft in Edinburgh. Die verbleibende Zeit wird immer weniger, aber die Nervosität und auch die Vorfreude nehmen immer mehr zu. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint es jetzt endlich vorwärts zu gehen.

Denn einen vernünftigen Flug zu finden, der unserer Zeit und unserem Geldbeutel entspricht, gestaltete sich schwieriger als gedacht. Zu teuer, zu spät, zu früh; der perfekte Flug schien für uns einfach nicht zu existieren. Doch jetzt ist auch diese Hürde genommen und so erwartet uns in Edinburgh auch erst einmal ein Hostel, denn wenn es einen schon mal in diese Stadt verschlägt, muss man einfach ein paar Tage dort einplanen.

Das bedeutet aber nicht (und in unserem Fall wirklich ganz und gar nicht), dass alle Probleme aus dem Weg geräumt wären. Unser Hostel gilt nur bis zum 30. August, die erste Familie kann uns aber erst am dem 1. September aufnehmen und es stehen noch längst nicht alle Unterkünfte fest, die wir für das halbe Jahr bräuchten. Während andere vermutlich in Panik ausbrechen würden, bewahren wir Ruhe. Ein bisschen mehr Sicherheit würde uns auch ganz gut gefallen, aber was will man machen? Bei Work & Travel wird man eben nie die volle Sicherheit haben.

Naja, jetzt gibt's sowieso kein Zurück mehr und wie sagt man auch so schön? No risk, no fun.

Es geht voran!

10Juli2013

Wer hätte das gedacht?

Wir waren schon kurz vorm Verzweifeln, aber tatsächlich klärt sich in letzter Zeit doch einiges. Nachdem wir gefühlt jeden Engländer auf der Insel angeschrieben haben, melden sich jetzt doch mal einige. Wir haben es tatsächlich geschafft genug Hosts zu finden, sodass einem Aufhalt in England von September bis Januar nichts mehr im Wege steht!

Außerdem sind wir im Dezember in keiner geringeren Stadt als LONDON! Das heißt zwei große Feiertage in der schönsten Stadt der Welt verbringen! Die Vorfreude steigt also in letzter Zeit gewaltig.

Aber es wäre ja langweilig, wenn alles so glatt laufen würde. Den Holperstein mit dem Übergang von Edinburgh nach Aberfoyle haben wir zwar beiseite geräumt (wir dürfen schon etwas früher zu unseren Hosts und haben auch eine sehr kostengünstige Variante gefunden dort hinzugelangen), aber ein weiterer Stein liegt noch auf unserem Weg und ein nächster ist heute dazugerollt.

Eben gerade habe ich eine E-mail von unserem lieben Host Penny bekommen, dass sie uns aufgrund familiärer Probleme nicht aufnehmen kann. Die E-mail war wie immer super nett verfasst, was aber leider nichts dran ändert, dass unser Aufenthalt im Februar gestrichen ist. Und dann ist da noch die Sache mit unseren Hosts im Oktober. Wir erwarten ja auf keinen Fall einen Luxusurlaub während unseres Auslandsaufenthalt, aber im kalten Herbst nur ein Plumsklo und eine Dusche im Freien mit Zeltwänden drumherum, wofür das Wasser manuel erhitzt werden muss, zur Verfügung stehen zu haben, ist uns vielleicht doch zu rustikal.

Und deshalb klemmen wir uns weiterhin brav hinter die Tastatur und schreiben weitere Menschen an (falls da noch welche übrig sind).

Der Countdown läuft

24Aug2013

Der letzte Eintrag von deutschem Boden.

In etwas mehr als 48 Stunden beginnt für uns ein neues, anderes, aufregendes, spannendes Leben.

An der Aufregung hat sich nicht viel geändert - im Gegenteil, sie hat noch mehr zugenommen. Natürlich freuen wir uns riesig auf dieses Abenteuer, aber trotzdem bleibt immer noch eine kleine Angst zurück. Es wird definitiv anders. Und damit meinen wir nicht nur, dass es kein leckeres Essen mehr von Mama gibt, keine frisch gewaschenen und gebügelten Klamotten im Schrank (natürlich auch von Mama :)), nicht mal eben so mit Freunden in der Stadt treffen. Es geht jetzt um Selbstständigkeit: selber Kochen, selber Wäsche waschen, selber mit dem Geld für Reisen, Essen oder Haushaltsartikel umgehen.

Doch das Schlimmste wird definitiv sein, die ganzen Menschen - euch da draußen - zurückzulassen. Klar, es gibt Internet, Mails, Telefonate und natürlich diesen Blog. Aber trotzdem ist es nicht das gleiche; keine spontanen Umarmungen oder Shoppingtrips mehr; nicht einfach mal zusammen sitzen und über Gott und die Welt reden.

Man gibt einen Teil seines alten Lebens auf, schafft aber Platz für einen neuen.

Wir werden euch alle vermissen :-*